3-5 Tagestour Brenta Umrundung, ca. 195 km, ca. 6.970 Hm

ab € 539,00

 

3 - 5 Tagestouren - Brenta Umrundung - Einzigartige Gebirgsumrundung


Erleben Sie ein Naturschauspiel und Biketouren von faszinierender Art: Der Gebirgsstock der Brenta begeistert durch wuchtige Fels formationen, einsame Pisten, reiche Flora und mit viel Glück der Begegnung mit einem seltenen Braunbären!

Die Brenta, ein sonnedurchfluteter, mächtiger Gebirgs stock der italienischen Alpen empfängt uns zu einem Bike-Erlebnis der besonderen Art: 4 Etappen lassen uns in eine einzigartige Bergwelt eintauchen, wie man sie nur von Postkarten kennt. Lange schon sind die mächtigen Felswände und steilen Almwiesen bei Kletterern und Skialpinisten eines der beliebtesten Ziele im Norden Italiens. Madonna di Campiglio lädt Jahr für Jahr den Skiweltcup zur Leistungsschau ein, genauso wie die radbegeisterte Bevölkerung der Region den Giro di Italia empfängt. Da ist es nichts Außergewöhnliches wenn man, 2000 m hoch, auf einsamen Trails nach Stunden einem Förster begegnet, der enthusiastisch anfeuert.

Traumhafte Singletrails, atemberaubende Aussichten, schnelle Abfahrten und gutes italienisches Essen lassen diese Mountainbikereise als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben! Sie sollten schon öfter Tagestouren mit dem Mountainbike gefahren sein. Anstiege von 1000 Hm am Stück können Sie bewältigen. Spaß und Erlebnis stehen bei uns an erster Stelle. 

1. Tag: Coredo – Malè, 1.680 Hm, 48 km

Am Morgen starten wir von Coredo mit Blick auf den gewaltigen Gebirgsstock los. Über den Wahlfahrtsort San Romedio  und den Lago di San Giustina gelangen wir zum Hauptort des Tales nach Clès.

Der Wahlfahrtsort San Romedio erhebt sich auf einem 70 m hohen Kalkfelsen und besteht aus mehreren Kirchen und Kappellen, die sich der Felsenform anpassen.  Über den heiligen Namensgeber wird erzählt, dass er, Romedius, auf dem Weg nach Trient zu Bischoff einen Bären geritten haben soll, den er wundersamer Weise gezähmt hatte…Am Ortsrand beginnen erste Apfelplantagen und die Straße baut sich vor uns steil auf. Doch bald erreichen wir einen Schotterweg, welcher uns auf moderater Steigung bis auf 2000m bringt. Der Monte Peller zu welchem die Strasse führt, ist der Hausberg von Cles (2320 m) und der nördlichste Berg der Brentadolomiten. Schon nach wenigen Minuten dieser Auffahrt können wir uns einen Überblick über das gesamte Tal und den herrlich gelegenen Lago di S. Giustina machen.

In den Jahren 1614 bis 1615 wütete im norditalienischen Nonstal eine groß angelegte Hexenverfolgung. Ihr erstes Opfer war eine Witwe namens Maria la Pillona, eine gottesfürchtige und für ihre Hilfsbereitschaft bekannte Bäuerin, die nach dem Tod ihres Mannes 25 Jahre zuvor ihrer Schwester bei der Bewirtschaftung von deren Hof half. Zu Beginn der Verhöre wehrte sich die Angeklagte entschieden gegen die ihr zu Last gelegten Verbrechen, insbesondere gegen jenes der Gotteslästerung, und beteuerte noch unter der Folter ihre Liebe zu Gott und ihre Demut gegenüber der katholischen Kirche. Als der Inquisitor ihre Standhaftigkeit aber als Zeichen des Teufelbundes deutete und die Pillona ständig schlimmeren Qualen unterzog, begann sie, seine Suggestivfragen zu bejahen und sich der Hexerei und der Gotteslästerung für schuldig zu bekennen. Wenige Tage später wurde sie stranguliert und anschließend verbrannt. Zahlreiche andere mussten einem ähnlichen Schicksal folgen. Noch heute existiert der Palazzo Nero von Coredo, das „Schwarze Palais“, das seinen Namen von den darin zur Zeit der Inquisition abgehaltenen Hexenprozesse hat.

Die Geschichte des Tales wurde jahrhundertelang durch eine landwirtschaftliche Subsistenz-Wirtschaft gekennzeichnet, durch extreme Armut und prekäre Lebensumstände. Erst in den letzten fünfzig Jahren hat die Entwicklung des Obstanbaus eine fortschreidende Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen mit sich gebracht.  Aus der Höhe betrachtet  erkennt man, daß das Nonstal aus einigen welligen und terrassenförmigen Geländen besteht , wodurch der Bach Noce und seine zahlreichen Nebenflüsse fließen. Im letzten Eiszeitalter, also vor rund 15.000 Jahren, war das Tal mit Gletschern bedeckt, die die Felsen gegraben haben. Heute ist es wild bewachsen, oder von Apfelplantagen überzogen.

Weiter oben, im Almgebiet, erwartet uns der breite Monte Peller, der nördlichste Gipfel des Brentamassivs. Bereits nach 18 km Bergfahrt haben wir unser Mittagsziel erreicht und bewundern die Fernsicht bei Spaghetti. Der Nachmittag fordert unsere Bremsen enorm, denn wir haben eine endlose Abfahrt nach Malè auf dem Programm. Zunächst auf Forstwegen, später in langen Trailabschnitten, die jedoch auch bei Bedarf umfahren werden können, steigt der Fahrspass des Tages immer mehr - Geschwindigkeitsrausch inklusiv. Unser Zielerwartet uns: Malé, Hauptort des Val di Sole Tales, liegt auf einer sonnigen Hochebene am Zusammenfluss der Flüsse Noce und Rabbies auf 740m. Die Übernachtung im Ort ist in einem schönen Hotel.

2. Tag: Malé – Madonna di Campiglio, 1.800 Hm, 34 km

Nach einer erholsamen Nacht folgen wir dem Gebirgsfluss Noce bis Dimaro. Über das romantische Meledriotal erreichen wir gleich eine alte Schmiede und erklimmen schließlich bis zu Mittag etwa die Passhöhe des Pso. Campo Carlo Magno. Zwei Steilpassagen mit 15% Steigung müssen wir dabei bewältigen, werden aber von einem Wasserfall und einem spektakulär in den Fels geschlagenen Weg abwechslungsreich bei Laune gehalten.  Fotopausen sind auch hier wieder Pflicht! Das Mittagessen wird heute auf einer saftigen Almwiese in Form eines Picknicks stattfinden. Vom Anblick der gigantischen Felsen motiviert geht’s weiter rauf zum Rifugio Graffer, einer im Skigebiet liegenden Berghütte. Das Bauwerk auf über 200 Metern erhielt ihren Namen von einem der grössten Bergsteiger der Alpingeschichte der Dolomiten: Giorgio Graffer. Seine Klettertouren sind auch heute noch eine Herausforderung. Unsere Auffahrt ist sehr steil, aber unbeschreibliche Felsformationen und Gletscherblicke entschädigen die Anstrengung. Am Rifugio angekommen steht es jedem frei, die Herausforderung bis zum Groste Pass (2440m) anzunehmen. Der Rückweg verläuft wieder an der Hütte vorbei und weiter über Skipisten bis nach Madonna die Campiglio, dem Weltcup Wintersportort. Übernachtung im Hotel.

3. Tag: Madonna di Campiglio – Molveno, 1.950 Hm, 62 km

Über eine flache Höhenstrasse und einen kurzen Wurzeltrail, erreichen wir morgens einen großen Wasserfall. Von hier aus zieht der Weg bald hinauf zum Lago D’Algola, einem der wildromantischsten Orte der Brenta. Im spiegelglatten Wasser des Gebirgssees erkennt man das Abbild der umliegenden Felsmassive. Der Pfad verläuft direkt am See, so dass man sein eigenes Spiegelbild im Wasser fahren sieht! Nach 20-30 minütigem Schieben sind wir am Passo Bregn de l’Ors, dem Bärenpass. Bei halbwegs guter Sicht empfängt uns ein grandioses Panorama: im Osten ganz nah die Felswände und Türme der Brenta, im Westen die vergletscherten Gipfel des Adamello und Presanella Nationalparks. Der Park wurde 1967 eingerichtet und 1987 erweitert. Charakter- und Symbolfigur des Parks ist der Braunbär, der auch das Logo des Parks bildet. Der Schutz des letzten italienischen Vorkommens von Alpen-Braunbären war auch einer der ausschlaggebenden Gründe zur Einrichtung des Parks. Auch hier oben auf der Passhöhe werden wir in der Stille des Bergwaldes nach dem braunen Großraubtier Ausschau halten....Nach einer ruhigen Pause an diesem schönen Ort machen wir uns auf zur Abfahrt: 1300 Hm Downhill.Wahlweise auf einem Trail im anspruchsvollen S3 Level oder auf einer Schotterstrasse und später auf einem einfacheren Trail.Nach dem Tiefenrausch und dem folgenden Mittagessen haben wir nur noch den Anstieg zum malerischen Molvenosee auf der Ostseite der Brenta zu schaffen. Hier oben auf 860 Metern über dem Meer radeln wir direkt am Ufer des einmaligen Badesees, der über eine unglaubliche Vielfalt von Farben verfügt, rund 5 Kilometer entlang bis wir den gleichnamigen Ort erreichen. Übernachtung in Hotel.

4. Tag: Über Molveno nach Andalo und Coredo, 1.540 Hm, 51 km

Zu Beginn des letzten Tages steht eine schöne, sich an einem wildromatischen Bach entlang schlängelnde Auffahrt zum Wintersportort Andalo auf dem Programm. Schon gleich tauchen wir, zwischen Brenta und Paganella, hinab ins Nonstal. Nicht enden wollende Apfelplantagen säumen unsere Wege, bis wir noch einmal auf einen in Fels geschlagenen Höhenweg abzweigen und einen eindrucksvollen Aussichtspunkt erreichen. Auf der gegenüberliegenden Talseite erspähen wir Spormaggiore und das drüber liegende Castel Belfort aus dem Jahr 1311. Der weitere Weg ist meist auf Schotter, aber sehr abwechslungsreich. Später werden wir wie auf einer Höhenlinie, ohne nennenwerte Höhenmeter am westlichen Talrand entlanggleiten. Dies ist nur möglich, weil wir uns auf einem ehemaligen Bewässerungskanal befinden. Schließlich empfängt uns ein Tunnel. Diese Galerie wurde ebenfalls zur Bewässerungs des Nonstals gebaut und ist für uns eine besondere Abwechslung um in das Toveltal zu gelangen. Mit nur 1 Meter Steigung auf über 1,2 Kilometer ist die Fahrt zudem recht einfach und erfrischend, mitten durch den Berg! Am frühen Nachmittag treffen wir wieder in Coredo ein

Zusammenfassung & Sonstiges

Bike-Art:MTB allgemein, All Mountain

Distanz:195 Km

Höhenmeter:6970

Etappen:4

Dauer:4 Tage

Fahrtechnik:Fortgeschritten S0-S2

Kondition:2-3 (Fortgeschritten-Könner)

Inklusive:Gepäcktransport

Region:Italien, Dolomiten

Optionen:Einzelzimmer, Pre- und Posttour Übernachtung, Mietbike

Mindestteilnehmerzahl:6

Im Preis enthalten:
 

  • 4 Tage Tourenführung und -betreuung

  • 3 x Ü/F im Hotel

  • Gepäcktransport

  • Techn. Materialbetreuung

Termine:
 

  • 15.06. bis 18.06.2017

  • 30.09. bis 03.10.2017

Optional:

  • Anreise am Vortag oder früher: Sie 
    bekommen eine Hotelliste zur 
    Eigenbuchung

  • Einzelzimmerbuchung – soweit möglich. 
    Zuschlag wird vor Ort berechnet! 

  • Rocky Mountain Mietbike: ab € 39.– / Tag

  • Zusätzliche Verlängerungsnächte:
    zu Fahrtwind Konditionen/Tag
    (wir berechnen eine Bearbeitungs-
    gebühr von € 20.-)

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Bildquellen: fotalia, fahrtwind, pixabay

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